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Bräuche rund um die Hochzeit

Auserwählt
Auf der Hochzeitsfeier wird der Tanz um den Brautschleier / Krawatte oder Fliege veranstaltet. Dem Bräutigam werden die Augen verbunden und er muss so den Haarschmuck der Braut lösen. Alle unverheirateten Frauen bilden einen Kreis um den Bräutigam und tanzen so lange, bis der Bräutigam einer Frau den Schleier aufgesetzt hat, dann wird getanzt. Die Braut macht das gleiche Spiel mit den unverheirateten Männern auf der Hochzeitfeier und entfernt dabei mit verbundenen Augen die Krawatte oder Fliege Ihres Mannes. Mit dem auserwählten Mann wird getanzt. Die auserwählte Dame und der Herr sollen die Nächsten sein, die heiraten werden.

Braut einkaufen
Dieser Brauch stammt aus der Schweiz, da es dort früher üblich war, die Braut „einzukaufen“. Schon am Polterabend oder Hochzeit werden Zettel an alle Gäste verteilt, auf denen alltägliche Dinge stehen, z.B. Zahnpasta, Nudeln,… Jeder Gast versendet nun zu seinem bestimmten Versendungstermin ein möglichst großes Päckchen (ohne Absender). So erhält das Brautpaar fast jeden Tag ein Päckchen.

Brautentführung
Die Braut wird von den Entführern an einen bestimmten Ort gelockt, dort werden Hinweise hinterlassen, so dass der Bräutigam seine Braut besser finden kann. Die Brautentführung sollte nicht mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen.

Brautstrauß
Der Brautstrauß wird von der Braut zu allen unverheirateten Frauen auf der Feier geworfen, die in einem bestimmten Abstand zusammen hinter der Braut stehen, wer den Strauß fängt, wird als nächster heiraten.

Dämonenschutz
Unter der Türschwelle leben böse Geister, deshalb wird die Braut vom Bräutigam über die Türschwelle getragen und darf diese auf keinen Fall berühren.

Das trägt die Braut
Die Braut trägt nach englischer Tradition zu Ihrer Hochzeit etwas Neues, Altes, Geliehenes und etwas Blaues. Das Original kommt aus dem Englischen, geht bis in die Viktorianische Zeit zurück und lautet: „Something old, something new, something borrowed, something blue and a silver sixpence in your shoe! “ Die BrAaut sollte etwas Altes aus Ihrem Leben oder in Bezug auf Ihre Familie tragen, das steht für den neuen Lebensabschnitt, z.B. ein Schmuckstück. Glück und Erfolg verspricht etwas Neues, z.B. das neue Brautkleid. Auch etwas Geliehenes, das schon von einer anderen Braut zur Hochzeit getragen wurde, verspricht Freundschaft und Glück in der frisch geschlossenen Ehe, z.B. ein Teil des Brautoutfit oder ein Taschentuch. Die Farbe Blau stammt aus biblischen Zeiten und steht für Treue und Reinheit. Heute wird anstelle eines blauen Kleidungsstücks ein blaues Strumpfband getragen. Wenn die Finanzen und die Glückseeligkeit in der Ehe gut bestellt werden sollen, wird der Braut im Brautschuh ein Geldstück versteckt und dem Bräutigam bestenfalls ein noch größeres.

Dekoration
Die Wohnungseingänge werden mit einer Leine, an denen Babysachen hängen, dekoriert, das verspricht schnellen Nachwuchs. Anschließend werden die Sachen von dem Ehepaar abgenommen und in einen Wäschekorb gepackt.

Ehrenspalier
Die eingeladenen Gäste bilden ein Blumenspalier, wenn das Brautpaar aus der Kirche tritt oder anstelle der Blumen Gegenstände, die mit den Hobbys des Brautpaares zu tun haben, z.B. Hanteln für Fitnessfreaks oder mit Kochlöffel und -mütze für Genießer,…

Flitterwochen
Die Flitterwochen werden auch „honeymoon“ (Honigmond) genannt. Nach altsächsischem Brauch musste das Brautpaar nach der Hochzeitsnacht einen Monat lang täglich ein Glas Honigwein trinken.

Hochzeitsbaum
Diese „grünen Trauzeugen“ entstanden im 17. Jahrhundert und werden in vielen Gemeinden wiederentdeckt. Das Brautpaar pflanzt einen Baum im Stadtpark, der liebevoll gehegt und gepflegt wird. Dieser Baum gilt als Symbol für den Beginn der Ehe und genauso unterschiedlich wie die Jahresringe des Baumes, wird auch die Ehe sein. Hier ein paar Beispiele:

  • Die Eberesche oder Vogelbeerbaum gilt als Lebensbaum, der das menschliche Leben verlängern soll.
  • Die Weide soll als Zaubermittel gegen Eifersucht helfen.
  • Die Eiche steht für Dauerhaftigkeit und BeständigkAeit.
  • Der Haselstrauch steht für Weisheit und Wahrheit.

Hochzeitsnacht
Diese Nacht wird von dem frisch gebackenen Brautpaar in vollen Zügen genossen, trotz des anstrengenden, aber wunderschönen Tages.

Hochzeitstorte
Die Hochzeitstorte ist ein Fruchtbarkeitssymbol und besteht traditionell aus Mehl, Mandeln, Honig und verschiedenen Gewürzen. Lassen Sie zwei Kaffeebohnen in ihre Hochzeitstorte einbacken, eine geröstete und eine ungeröstete. Wer die geröstete Kaffeebohne findet, verlobt sich als nächstes und wer die ungeröstete Kaffeebohne findet… der bleibt auf ewig ledig. Auch Marzipan sollte in der Torte vorkommen, das bringt Glück. Und noch was, … backen Sie als baldige Braut die Hochzeitstorte nicht selbst, das bringt Unglück. Die Hochzeitstorte sollte gemeinsam angeschnitten werden, aber Vorsicht: Wer dabei seine Hand oben hat, hat später das letzte Wort. Dieses Ritual symbolisiert das gemeinsame Handeln beider Partner.

Hupkonzert
Um die Hochzeit bekannt zu geben, wird ein Hupkonzert des Autokonvois gegeben; früher wurden dafür scheppernde Gegenstände an die Autos gebunden.

Kinderwunsch
Die Blumenkinder bringen den Kindersegen und die Blumen, die sie streuen symbolisieren Fruchtbarkeit. Von einer Jungfrau sollte das Bett für die Hochzeitsnacht bereitet werden, das sorgt ebenfalls für Nachwuchs. Auch der Storch, der Kinderwagen auf dem Dach oder die Leine mit Babywäsche stehen für den schnellen Nachwuchs.

Kirchengang
Der Bräutigam sollte die Braut nicht vor der Kirche sehen, deshalb ist es sehr romantisch, wenn der Bräutigam vor dem Altar auf seine Braut wartet; diese wird vom Brautvater zum Altar auf der rechten Seite geführt. Der Brautvater legt die linke Hand der Braut und die rechte Hand des Bräutigams ineinander, dann geht das Brautpaar gemeinsam zum Altar.

Leintuch-Herz
Ein großes Herz wird auf ein Leintuch gezeichnet, in der Mitte stehen die Namen des Brautpaares. Mit einer Schere müssen sie gemeinsam das Herz ausschneiden und dann durch das Herz steigen oder der Bräutigam tArägt seine Braut hindurch.

Mondstand
Damit das Glück nicht abnimmt, auf keinen Fall bei abnehmendem Mond heiraten. Der zunehmende Mond beschert auch noch den gewünschten Nachwuchs.

Myrtenkranz
Sträuben sie sich nicht, wenn ihnen jemand etwas Myrte ins Haar steckt, denn Myrte ist der römischen Liebesgöttin Venus geweiht und verspricht dauerhaftes Liebesglück. Früher wurde der Braut um Mitternacht von den besten Freundinnen ein Myrtenkranz überreicht, der Bräutigam bekommt für den Revers seines Anzuges einen Myrtenanstecker.

Polterabend
Am Polterabend wird soviel Porzellan zerschmettert, wie möglich, um die bösen Geister zu vertreiben. (s. o. Polterabend)

Regenwetter
Für ein gutes Feeling auch bei Regen statt Sonnenschein: „Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr´!“. Falls dann doch die Sonne scheint, behelfen Sie sich mit der Weisheit, dass Regen nur Armut und Tränen bringt.

Reis werfen
Ein Zeichen der Fruchtbarkeit ist das Reiswerfen, hier bitte vorher beim Standesamt oder Pfarrer erkundigen, ob dies erlaubt ist. Anstelle von Reis können Sie auch Konfetti werfen.

Ringe
Vergessene oder verlorene Eheringe sind ein schlechtes Omen. Als Disharmonie wird das Herunterfallen eines Ringes während der Hochzeitszeremonie gesehen.

Schleiertanz
Das Brautpaar tanzt zu Beginn der Hochzeitsfeier unter dem Brautschleier, der von den Trauzeugen gehalten wird. Jeder, der den Bräutigam ablösen will, wirft etwas Geld in den Schleier und kann dann mit der Braut tanzen.

Seil
Nach der Trauung wird von Freunden ein Seil gespannt; der Bräutigam muss ein Tribut zahlen und kauft sich so von seinen Jugendsünden frei und macht so gleichzeitig den Weg frei. Das Seil ist sozusagen die erste Zerreißprobe für das junge Glück und soll Stärke gegen alle Hindernisse beweisen. Das Seil hält das Brautpaar nicht auf, sondern die Dämonen, die das Glück bedrohen.

Sonnenschein
Für weiteres Glück und Segen am besten vormittags „Ja“ sagen statt am Nachmittag, damit die Sonne noch weiter hochsteigeAn kann.

Sperrbräuche
Hindernisse müssen vom Brautpaar beseitigt werden, dies kann symbolisch geschehen, z.B. durch Zersägen eines Baumstammes und beweist, dass die Ehe auch in Zukunft gut zusammenarbeiten kann.

Wasser und Brot
Vor dem Eintritt in die Hochzeitslokalität wird eine Scheibe Brot mit Sals bestreut und ein Glas Wasser dazu gereicht, dies muss sich das Brautpaar teilen. Das leere Glas wird über die Schulter geworfen, dieses Ritual soll sehr viel Glück bringen.

Versteigerung
Der Brautschuh wird von einem Hochzeitsgast geraubt und jeder männliche Gast legt einen Betrag in den Schuh, der Bräutigam ist der Letzte. Das gesammelte Geld kommt dem Brautpaar zugute.

Verwechslungsgefahr
Um die bösen Dämonen von der Braut fernzuhalten, soll das Outfit der Brautjungfern dem Brautkleid sehr ähneln. Mit diesem Trick wird auch der Bräutigam geschützt, die Brautführer tragen etwas sehr ähnliches, wie der Bräutigam. Auch der Brautstrauß sorgt für Ruhe vor den Dämonen, wenn etwas Rotes und die entsprechenden Kräuter enthalten sind.

Wohlstand
Wenn die Finanzen in der Ehe gut bestellt werden sollen, wird der Braut im Brautschuh ein Geldstück versteckt und dem Bräutigam bestenfalls ein noch größeres.

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